Wer einmal durch die Gassen Roms geschlendert ist, vergisst diese Stadt nicht wieder. Hinter jeder Ecke wartet ein Brunnen, eine verfallene Mauer, ein Stück Geschichte, das zweitausend Jahre überdauert hat. Rom ist keine Stadt, die man abhakt – man lässt sich von ihr einnehmen. Und genau das macht die Sehenswürdigkeiten in Rom so besonders: Sie sind nicht hinter Absperrungen versteckt, sondern mitten im Leben.
Klaus Bötig, der sein halbes Leben den Mittelmeerraum bereiste, kam immer wieder nach Rom zurück. Nicht wegen der großen Monumente allein, sondern wegen der Art, wie sich in dieser Stadt Antike und Alltag vermischen. Ein Espresso an der Theke, während nebenan das Pantheon steht – als wäre das die normalste Sache der Welt.
Die Top-Sehenswürdigkeiten in Rom auf einen Blick
Rom hat mehr Sehenswürdigkeiten als die meisten europäischen Hauptstädte zusammen. Wer nur wenige Tage Zeit hat, sollte sich auf die Höhepunkte konzentrieren. Hier eine Übersicht der Orte, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten:
- Kolosseum – das größte Amphitheater der Antike
- Forum Romanum – das politische Herz des Römischen Reiches
- Pantheon – der besterhaltene Tempel der Antike
- Vatikanstadt mit Petersdom und Sixtinischer Kapelle
- Trevi-Brunnen – Roms berühmtester Barockbrunnen
- Piazza Navona – einer der schönsten Plätze Europas
- Spanische Treppe – Treffpunkt seit dem 18. Jahrhundert
Antikes Rom: Kolosseum, Forum Romanum und Pantheon
Das Kolosseum ist das Erste, was den meisten beim Stichwort Rom einfällt – und zu Recht. Wenn Sie vor diesem Bauwerk stehen, spüren Sie die Wucht einer Zivilisation, die vor fast zweitausend Jahren 50.000 Zuschauer in einem Amphitheater versammeln konnte. Die Architektur ist so durchdacht, dass moderne Stadien noch immer nach dem gleichen Prinzip gebaut werden.
Ein Kombiticket verbindet das Kolosseum mit dem Forum Romanum und dem Palatin-Hügel. Planen Sie für alle drei Orte zusammen mindestens drei Stunden ein. Das Forum war einst das Zentrum der römischen Republik: Tempel, Gerichtshöfe, Markthallen. Heute sind es Ruinen, aber wer sich die Zeit nimmt, zwischen den Säulenstümpfen zu stehen und sich das Treiben vorzustellen, erlebt Geschichte greifbar.
Das Pantheon liegt etwas abseits der antiken Meile, mitten im Gewirr der Altstadt. Es ist der besterhaltene Bau des alten Rom. Die Kuppel mit ihrer kreisrunden Öffnung – dem Oculus – ist ein architektonisches Wunder. Bei Regen fällt das Wasser tatsächlich hinein. Der Eintritt ist kostenlos, es empfiehlt sich eine Reservierung über die offizielle Website des Pantheon.
Vatikanstadt: Petersdom und Sixtinische Kapelle
Die Vatikanstadt ist ein Staat im Staat – und eine der größten Kunstsammlungen der Welt. Der Petersdom beeindruckt nicht nur durch seine schiere Größe, sondern durch die Detailarbeit: Michelangelos Pietà, Berninis Baldachin, die Mosaike, die aus der Ferne wie Gemälde wirken.
Die Sixtinische Kapelle erreichen Sie durch die Vatikanischen Museen. Der Weg dorthin führt durch endlose Galerien mit Skulpturen, Wandteppichen und Landkarten – jede für sich ein Museum wert. In der Kapelle selbst herrscht andächtige Stille, während Hunderte von Besuchern gleichzeitig den Kopf in den Nacken legen, um Michelangelos Deckenfresko zu bestaunen.
Praktischer Tipp: Buchen Sie die Vatikanischen Museen unbedingt online vor. Die Warteschlangen ohne Reservierung können mehrere Stunden betragen. Freitagnachmittag und der frühe Morgen unter der Woche sind die ruhigsten Zeiten.
Plätze und Brunnen: Trevi, Piazza Navona, Spanische Treppe
Roms Plätze sind keine bloßen Verkehrsknotenpunkte, sondern Freiluftbühnen. Der Trevi-Brunnen ist der berühmteste unter ihnen. Abends, wenn das Wasser angestrahlt wird und die Münzen auf dem Grund glitzern, versteht man, warum Fellini hier eine seiner ikonischsten Szenen drehte. Die Tradition besagt: Wer eine Münze über die Schulter wirft, kehrt nach Rom zurück.
Die Piazza Navona hat einen ganz anderen Charakter. Langgestreckt, von Barockfassaden gesäumt, mit drei Brunnen – darunter Berninis Vierströmebrunnen. Straßenkünstler, Porträtmaler, Cafés mit überhöhten Preisen. Trotzdem: Setzen Sie sich hin. Ein Platz will erlebt, nicht nur fotografiert werden.
Die Spanische Treppe verbindet die Piazza di Spagna mit der Kirche Trinità dei Monti. Die 135 Stufen sind seit dem 18. Jahrhundert ein beliebter Treffpunkt. Heute darf man sich hier nicht mehr hinsetzen – die Stadt schützt das Marmor vor Abnutzung. Aber der Blick von oben über die Dächer lohnt den Aufstieg.
Praktische Tipps für den Rom-Besuch
Rom lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb eines Radius von etwa drei Kilometern. Bequeme Schuhe sind Pflicht – das Kopfsteinpflaster ist allgegenwärtig.
- Beste Reisezeit: März bis Mai und September bis November. Im Hochsommer wird es unerträglich heiß, und die Schlangen vor den Sehenswürdigkeiten sind endlos.
- Tickets: Für Kolosseum und Vatikan unbedingt online vorbuchen. Das spart Stunden.
- Essen: Meiden Sie Restaurants direkt an den Touristenattraktionen. Zwei Querstraßen weiter wird es besser und günstiger. Echte römische Küche: Cacio e Pepe, Carbonara, Supplì.
- Fortbewegung: Die Metro hat nur drei Linien, ist aber für die Hauptstrecken nützlich. Busse sind unzuverlässig. Zu Fuß ist meist die beste Option.
- Trinkwasser: Rom hat über 2.500 öffentliche Trinkwasserbrunnen – die sogenannten Nasoni. Das Wasser ist frisch und kostenlos.
Häufige Fragen zu Rom
Wie viele Tage braucht man für Rom?
Drei bis vier Tage sind ideal, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rom ohne Hetze zu erleben. Mit zwei Tagen schaffen Sie Kolosseum, Vatikan und die wichtigsten Plätze. Wer tiefer eintauchen möchte – Trastevere, Testaccio, die Via Appia Antica – sollte eine Woche einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit für Rom?
Die angenehmsten Monate sind April, Mai, Oktober und November. Milde Temperaturen, weniger Touristen als im Sommer, und die Stadt zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Der römische Winter ist mild, aber regnerisch.
Lohnt sich der Roma Pass?
Der Roma Pass lohnt sich, wenn Sie zwei oder mehr kostenpflichtige Attraktionen besuchen und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Er beinhaltet den Eintritt zu ein bis zwei Museen und eine ÖPNV-Flatrate für 48 oder 72 Stunden.
„Rom ist keine Stadt, die man besichtigt. Rom ist eine Stadt, in der man lebt – wenn auch nur für ein paar Tage."
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